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Der 16. April 2001 war bis jetzt der schrecklichste Tag unseres Lebens. An diesem Tag ist unsere Tochter Antje
auf dem Weg zu ihrer Ausbildungsstätte
mit dem Auto tödlich verunglückt. Antje war an den Wochenenden viel mit ihren Freunden unterwegs und kam oft morgens erst nach Hause. Dann schlief sie fast den ganzen Tag und kam nur zum Essen aus ihren Federn gekrochen. So war es auch dieses Mal am Ostermontag. Antje ruhte sich den ganzen Tag aus und am späten Nachmittag bereitete sie sich für die Abfahrt vor. Sie packte ihre Sachen und wir halfen ihr beim Raustragen. Dann verabschiedeten wir uns draußen und winkten ihr noch nach. Wir wussten da noch nicht, dass es ein Abschied für immer sein sollte. Gegen 21 Uhr meldete sie sich über Handy und sagte, sie sei gut angekommen. Leider stimmte das nicht, denn sie legte einen Zwischenstopp in Ludwigslust ein, was wir allerdings damals nicht wussten. Antje rief uns von dort aus an, damit wir beruhigt waren. Wir machen ihr deshalb keinen Vorwurf, denn in ihrem Alter hätten wir es bestimmt genauso getan. Als sie nach Güstrow weiter fuhr, nahm sie die Umgehung über Gutow. Dann passierte das Unfassbare. Kurz vor Güstrow kam sie rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Straßenbaum. Es war 22 Uhr 10. Antje war sofort tot. Bis heute weiß niemand genau, warum es passiert ist. Wir haben auch keine Akteneinsicht genommen, denn das wollten wir uns noch nicht antun. Antje war immer eine äußerst ruhige und vernünftige Fahrerin, darum ist es uns unbegreiflich wie das passieren konnte. Jeder macht mal einen Fehler, aber warum muss es denn gleich so enden? Es gibt so viele verrückte Fahrer auf der Straße, denen passiert gar nichts, denn die haben gleich mehrere Schutzengel auf einmal. Antje hatte nicht einen Einzigen. Der Zufall von Zeit und Raum hat ihr das Leben gekostet. |
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| Dieses Kreuz von Antje ist eines von vielen. Ob Unvernunft oder Unachtsamkeit, ob schuldig oder nicht. Das Ergebnis ist oft das Gleiche, ein junger Mensch musste sterben. | |||||